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End of Green, Nightwolf (19.09.2005, Chemnitz)
Geschrieben von Peggy Graßler   
15.10.2005

Foto: Peggy Graßler
Foto: Peggy Graßler
So, das erste Konzert seit längerem stand für mich heute auf dem Programm, und es sollte mich mal wieder nach Chemnitz in den "Bunker" geleiten.

End of Green, eine Band die ich bisher nur von CD her kannte, stand auf dem Programm. Und was ich da so hörte, machte mich echt neugierig auf mehr. Na mal schau`n, ob die Jungs auch live so gut sind, das neue Album wurde ja in der Presse in höchsten Tönen gelobt und gefeiert...

So gegen 20.45 Uhr am Bunker angekommen, warteten tatsächlich schon ein paar Leute auf den Einlass. Fast pünktlich um 21.00 Uhr wurde dann auch die Tür geöffnet, und man durfte die heilige Gruft betreten. Die Location füllte sich zusehends recht gut, so das gegen 22.00 Uhr, als die ersten Band namens "Nightwolf" auf die kleine Bühne trat, der Bunker doch recht voll war. Wenn man bedenkt, dass doch eigentlich Montag war, war es schon erstaunlich, dass doch so viele Schwarzkittel sich auf den Weg dahin gemacht hatten.

Wie schon erwähnt, "Nightwolf" sollte den Leuten ein wenig einheizen, was diese dann auch kräftig taten. Mit einer ordentlichen Portion Metal und dem schreiend grunzenden Gesang des Sängers, brachten sie tatsächlich die Meute schon ziemlich zum feiern und abtanzen. Ihre ganz eigene kleine Fangemeinde schien die Band auch dabei zu haben, das nenn ich doch Organisation ;) Ca. eine Stunde lang rockten die Nachtwölfe den Bunker, um dann für die Band des Abends die Bühne frei zu machen.

Der Umbau ging recht fix, so dauerte es nur einige wenige Minuten bis "End of Green" in den Startlöchern stand. Schon als die ersten Töne erklangen, wurden die Göppinger Jungs mit riesigem Applaus und Getöse empfangen, man lies sich natürlich nicht lang bitten und legte gleich voll los.

Mit Mützchen auf dem Kopf und melancholisch dreinschauend griff auch der androgyne Frontmann "Michelle Darkness" kräftig in die Saiten, so wurden wir gleich von drei Gitarren, einem Bass einem Schlagzeug und der Düsterstimme "Michelles" beschallt. Eine absolut bombastische Mischung, die live mit noch mehr Druck und Härte rüberkommt als auf dem Album, aber dennoch die Melancholie immer in sich trägt. Ich wusste es doch, auch in Deutschland gibt es kräftig rockende Bands ;) Vor der Bühne versammelten sich die Headbanger um im Takt ihre Haare fliegen zu lassen, was so nach und nach auch auf die hinteren Reihen übergriff. Eines war klar, spätestens nach dem ersten Song stand kein Bein mehr still im "Bunker". Die Jungs präsentierten natürlich einen Großteil der Songs vom neuen Album, so zum Beispiel das Hitverdächtige "She`s Wild" oder den gleich in`s Ohr gehende Song "Sick One" und das ebenso düstere "Drink myself to sleep". Aber auch ältere Stücke brachten die 5 Düsterrocker mit. So war es ein ziemlich abwechslungsreiches Set, an dem man nichts zu meckern hatte.

Mr. Darkness himself war sehr angetan von der positiven Resonanz und der bombastischen Stimmung des Publikums, welches sich immer stärker mit klatschen, brüllen und kreischen bedankte, und auch von der Vielzahl der anwesenden Leute (wie gesagt, schließlich war ja Montag *g*) war er fasziniert, was er auch mehrmals verkündete. Aber auch alle anderen Bandmitglieder hatten sichtlich viel Spaß auf der Bühne, und so rockten sie den "Bunker" für ca. 90 Minuten, dass die Wände wackelten. Leider ging das Ganze viel zu schnall vorbei, und mit lautem Geschrei holte man die Jungs doch noch einmal auf die viel zu kleine Bühne zurück. Eine Zugabe war noch drin, bevor leider wieder Ruhe eintrat. Die Band mischte sich anschließend unter das noch vorhandene Publikum, um den Abend mit einem Bierchen und Autogramme verteilend ausklingen zu lassen.

Fazit:
Es war einfach nur ein geiler Abend mit einer noch geileren Band am Start und man konnte sich mal so richtig mit düsterer Gitarrenmucke das Gehirn durchblasen lassen. "End of Green" sind auf jeden Fall einen Konzertbesuch wert!

Links:

End Of Green HP

 
In Extremo, Naio Ssaion (30.09.2005, Wien)
Geschrieben von Renate Winkler   
13.10.2005

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Es war wieder soweit, In Extremo waren wieder in Wien. Nachdem das Planet Musik zu klein wurde (max. Kapazität 700 Personen), spielten die 7 modernen Spielmänner in der BACA-Halle (max. Kapazität 3500 Personen) im Gasometer (umgebaute ehem. Gastanks von Wien). Und sie haben die gesamte Halle gefüllt!

Die Vorgruppe war Naio Ssaion und spielten eine Mischung zwischen Guano Apes und Exilia mit einer Geige! Da das Publikum eher auf Mittelalter eingestellt waren, hatte es Naio Ssaion sehr schwer, dem Publikum ein zu heizen. Sie spielten keines wegs schlecht, es war halt nur irgendwie die falsche Richtung.

Nach ca. einer halben Stunde ging Naio Ssaion mit nicht sehr viel Beifall von der Bühne, was ich nicht versteh, weil sie ja gut waren. Die Umbauarbeiten begannen und das Publikum wurde immer nervöser und wartete gespannt auf In Extremo.

Plötzlich gingen die Lichter aus und die ersten der 7 In Extremo`s kamen heimlich still und leise auf die Bühne. Aber sie wurden doch gesehen. Mit einem tosenden Applaus betrat dann das letzte Einhorn die Bühne und legte gleich mit "Rauhe See" los. Nur leider sprühten nicht alle Sprühdinger von dem Steuerrad (wo das letzte Einhorn dahinter stand) ihre Funken.

Gleich nach "Raue See" kam "Spielmannsfluch und die Halle war am Kochen, das mag auch an der Feuerfontäne gelegen haben. Und ein Hit folgte dem Nächsten. "Küss mich", "mein Rasend Herz", "Der Wind", "Liam", Nur ihr allein", Vollmond" "Palästinalied" waren nur einige Lieder unter der Mischung aus neuen und alten Liedern. Die Pyro-Effekte waren ausgezeichnet. Sogar in den letzten Reihen konnte man die Hitze der Flammenwerfer spüren.

Foto: Renate Winkler
Foto: Renate Winkler
Die neuen Lieder kamen sehr gut an, bei "Nur ihr Allein" grölten alle brav mit, Bei "Vollmond" kam der übliche Klitzer-Schnippsel-Regen und auch die anderen Lieder waren gespickt mit Effekten. Irgendwann kam auf irgendwelchen Wegen ein Shirt mit der Aufschrift "Montag ist ein Tag wie jeder andere" (oder so ähnlich) auf die Bühne. Das letzte Einhorn meinte nur, wenn es Montag wäre, wäre er KEIN Tag wie jeder Andere.

Und als vor der Zugabe sich schon ein paar davon machen wollten, rief er "Hey, warum geht ihr, wir sind doch auch nicht gegangen, als ihr hier wart". Leider gab es nur 1 Zugabe mit drei Liedern. "Erdbeermund", "Herr Mannelig" und "Villeman og Magnhild" wo Der Morgenstern mit seinen brennenden Sticks auf dem (teilweise) brennenden Drumm spielen durfte.

Die neuen Kostüme waren leicht Matrosig und das letzte Einhorn ging sich, glaub ich, 4 mal umziehen. Die Band hatte sichtlich Spaß am Spielen und das Publikum fest im Griff. Und Dr. Pymonte ist an der Harfe einfach göttlich ("Vollmond"). In Extremo sind moderne Spielleute, die es verstehen, ihre Zuhörer in ihren Bann zu ziehen und zum Tanzen zu bringen.

Fazit:
Alles in allem war es ein echt tolles Konzert (es war halt sehr kurz), nur leider ist die Akustik in der Halle etwas mies. Es war ein wunderbarer Abend, den man gerne wiederholen möchte.

Links:

In Extremo HP

 

 
Letzte Instanz (27.08.2005, Nossen)
Geschrieben von Christin Zimmer   
14.09.2005

Letzte Instanz Konzert im Rahmen der 9. europäische Fledermausnacht / Nossen

 

Am 27.8.05 war es nun soweit, die 9. europäische Fledermausnacht öffnete ihr Tore für zahlreiche interessierte Tierschützer, Neugierige und begeisterte Fans der Letzten Instanz aus Dresden.

 

Als Location für diese gelungene Veranstaltung wurde das gemütliche Schloss in Nossen gewählt und es sollte wirklich keinem an etwas fehlen. Für Jeden gab es hier die Möglichkeit sein Wissen über Fledermaus- und Artenschutz auf zu möbeln, sich unterhalten zu lassen oder einfach kreativ zu sein. So wurde das um 14 Uhr startende Programm von vielen kleinen und großen Highlights gespickt. Man konnte ein kleines Museum mit vielen Ausstellungsstücken der heimischen Fauna besichtigen, einem Theaterstück zu schauen oder auf den Spuren der kleinen Nachttiere Wanderungen miterleben, bei denen es so manches Neue oder Altbekannte zu hören gab. Wer Glück hatte konnte sogar das ein oder andere Tier erspähen, welches zu abendlichen Streifzügen unterwegs war. Auch für die kleinen Gäste gab es viele spannende Möglichkeiten die Zeit zu vertreiben. So wurde aus so manchem Kleinkind eine echt gruselige Fledermaus beim Kinderschminken. Oder einige Schutzhäuschen für Zwergfledermäuse gebaut.

 

Wem das nun immer noch nicht genug war, der konnte sich an der Taverne von mittelalterlichen Komödianten oder Musikern unterhalten lassen oder bei einem Spaziergang über den kleinen Mittelaltermarkt in die Zeit um 1600 zurückschweifen. Nicht zuletzt das wunderschöne Wetter trug zu seinen Teil zum Gelingen dieses Spektakels hinzu und lockte sogar die letzte zu Haus gebliebene „Fledermaus“ aus ihren 4 Wänden, so dass sich der kleine Schlosshof schon vor 18 Uhr recht schnell füllte. Eingebettet in die Grünanlagen des nördlichen Schlossteils fand man die kleine Bühne an der schon am späten Nachmittag das werkeln um guten Ton, bestes Licht und den idealsten Standort auf der Bühne begann, so dass sich auch hier schnell viele Schaulustige und Beobachter einfanden.

 

Gegen 18.30 Uhr war es dann soweit. Der Naturschutzverein verlieh an besonders engagierte Tierschützer die Plakette „Fledermaus komm ins Haus“, was so Manchen ein Schmunzeln ins Gesicht zauberte.

 

Mit einer leichten Verspätung durch Soundprobleme standen dann ca. gegen 20.30 Uhr die Schattenkinder Dresdens auf der Bühne und präsentierten die Songs ihres größtenteils vom Band laufenden Programm mit einer Videoshow dem Nossener Publikum. Schon nach wenigen Minuten ihres halbstündigen Gigs wurde klar, dass dieser Support an diesem Tag wenig Überzeugungskraft hatte und es ihnen somit nicht gelang das leicht verwirrte Publikum mit ihren mystischen Klängen zu begeistern. Bei einem Blick ins Publikum schaute man in verschlafene oder gähnende Gesichter.

So war nach diesem weniger erfolgreichen Support die Vorfreude auf das was da kommen wollte noch größer. Dieses einmalige Gefühl, der Vorfreude die man nur vor Instanz Konzerten kennt und gerade wenn es in einer solch tollen Kulisse stattfindet. Für Viele war es das erste Konzert mit dem neuen Sänger Holly, der sicher eine große Packung Lampenfieber hatte und man war gespannt wie sich seine weiche Stimme in die Klänge der Instanz’schen Musik einbettet. Da erklang es schon, dass Intro der Letzten Instanz Konzerte. Dieses Mal mit einem abgewandelten Sampler des Klassikers „Salve Te“ und 7 Gestalten betraten umhüllt von Nebel die kleine Bühne und begannen ihren 90 minütigen Gig mit dem schon von früheren Konzerten bekannten Feuerspucken. Plötzlich war sie wieder da, diese unglaubliche Spielfreude dieser besonderen durch Höhen und Tiefen geformten Band. Eine Wahnsinnsstimmung legte sich auf den Schlosshof und man feierte unter nicht abbrechenden Jubelrufen zu Klassikern wie „Jeden Morgen“, „Rapunzel“ oder „Bittere Nacht“. Es wurden aber auch sehr viele Lieder des neuen im nächsten Jahr erscheinenden Albums gespielt. So lauschte das Publikum zu Songs wie „Unerreicht“ oder „Sonne“ und auch der letzte Zweifler musste sich nach diesem absolut berührenden Konzert eingestehen, dass Holly den ehemals leeren Platz des Sängers optimal und absolut exzellent ausfüllt und den Texten dieser Band einen eigenen Charakter schenkt.

 

Auch die Pyrotechnik rundete die Stimmung zusätzlich ab. Von kleinen Feuerschalen, über Fontänen bis hin zu brennenden Streicherbögen wurde einiges geboten.


Den letzten Song dieser absolut mitreißenden, emotionalen Show bildete eines der neuen Songs Namens „Sandmann“ und  somit verließ die Letzte Instanz das tief berührte Publikum unter sternenklaren Himmel. Abschließend kann man sagen gerade auch im Bezug auf die neuen Songs und Texte. Die Letzte Instanz ist zurück. Gewaltiger, emotionaler und erwachsener als je zuvor.

 

Nach dem Gig der Instanz war die Fledermausnacht für Viele aber noch nicht abgeschlossen. Nein, Viele wie auch wir, rockten noch eine ganze Weile den Südflügel des Schlosses zur „offiziellen Subway to Sally Record Release Bat Party“ mit den Mannen um die Letzte Instanz und ihrer Crew.


Link:
www.letzte-instanz.de

 
Deine Lakaien (12.08.2005, Hannover)
Geschrieben von Gerrit Fredenhagen   
21.08.2005

Deine Lakaien - A concert that never happened before

Der Name des Auftritts hat sich voll und ganz bestätigt. Solch ein Konzert gab es noch nie und wird es in der Art wohl sicher auch nicht wieder geben.

Zu Anfang konnte man eher denken, es sei ein „Concert that never happen", weil sich Ernst Horn und Alexander Veljanov viel Zeit dabei ließen, die Bühne zu betreten. Was für die Fans währenddessen die Möglichkeit gab ein Auge auf das großartige Equipment zu werfen. Ernst Horn hat in seiner Schatzkiste gewühlt und uralte Synthesizer, ein Tonbandgerät mit einem C64 und Atari ST zu verbinden. Dies soll nicht ohne viel löten funktioniert haben. Nicht nur großartig, dass die beiden das Original Equipment aus den 80ern zum laufen brachten, besonders großartig waren die Töne, die Ernst Horn hierauf zustande brachte.

Foto: Torsten Volkmer
Foto: Torsten Volkmer
Horn und Veljanov zeigten sich in einer großartigen Verfassung und nach wie vor bleibt die Frage offen, ob Alexander auf dem Weg zum Konzert einen Clown überfahren hat oder ein besonderes Mischgetränk zu sich genommen hatte. Seine humoristischen Einlagen lockerten die gesamte Stimmung in einer absolut ungeahnten Weise auf. Ungewollt passierte jedoch der größte Lacher des Abends, als Alexander am Bühnenrand seine Kehle mit etwas Wasser befeuchtete, während Ernst bereits den nächsten Song anspielte. Beim Griff zum Mikrofonständer musste der Veljanov überrascht feststellen, das das Mikro noch am Rande lag. Ernst begann nochmals von vorne.

Alexander VeljanovMusikalisch war das Konzert das Highlight schlecht hin. Sehr viele Songs von ihrem ersten Album wurden gespielt. Das ich „The Pope" mal live Hören sollte, hätt ich nicht gedacht. Besonders das Kommentar „...für unseren Bayern in Rom..." sprach wieder Bände. „Dark Star" wurde in einer ganz neuen Version vorgestellt. „Reincarnation" ist kaum in Worte zu fassen. Es war definitiv die intensivste und exzentrischste Darbietung, die ich je gesehen habe. Es steigerte sich zu einem unbeschreiblichen Klangsturm, was akustisch die besungene niemals endende Tortur wiederspiegelte. Mit einem Wort: Grandios! Insgesamt wurden alle Klassiker gespielt. Besonders habe ich mich über „Fashion, Passion and Pigaches" und „Battle of the Ghost" gefreut. Zum Abschluß waren 3 Zugaben geplant gewesen. Aufgrund des anhaltenden Beifalls, beschloss die Band nach vorangegangenem Schulterzucken, noch eine weitere Zugabe zu improvisieren. Viele Elektro Bands hätten an der Stelle sicherlich die Bühne verlassen. Ohne darauf vorbereitet zu sein, kam zum Abschluß noch „Return" wobei der Veljanov ohne irgendwelche Effekte von Ernst Horn auf dem Keyboard begleitet wurde.

AuditoriumLeider sind wir danach direkt wieder zurück zum Mera Luna Festival gefahren. Bei der folgenden After Show Party soll der Veljanov zu späterer Stunde noch persönlich aufgelegt haben und auch verschiedene eigene, nie veröffentlichte Stücke gespielt haben. Ernst Horn wurde anschließend im gegenüber liegenden Irish Pub gesehen. Für alle, die dieses großartige Ereignis verpasst haben, gibt es noch Hoffnung. Das Konzert wurde komplett auf Video aufgezeichnet. Wie und ob dies als DVD veröffentlicht wird ist noch unklar.

Als Fazit ist zu sagen, das es ein sehr schöner Abend war. Das Drumherum war professionell organisiert, obwohl dies in erster Linie von der Band und von Fans durchgeführt wurde. Das Capitol war eine sehr gute Location, nachdem die Veranstalter des Mera Luna´s es nicht schafften, das Konzert auf dem Gelände unterzubringen. Ich hoffe auf die DVD um alles nochmals in Ruhe auf mich wirken lassen zu können.

Playlist:
Nobody`s wounded
Colour-ize
Love will not die
Fashion, Passion and Pigaches
Wasted years
Bells of another land
Night of love
Traitors
The pope
Reincarnation
Battle of the ghost
Dark Star
-----
Made in heaven
Love me to the end
-----
On the way to Narmada
-----
Return

 

Update:

Die angeprochene DVD ist jetzt für Fans erhältlich www.chrom.de/dvd/

Bericht ursprünglich für neumonster.com geschrieben.



Links:

Deine Lakaien

 
ASP, Nuuk (29.04.2005, Hildesheim)
Geschrieben von Kim Bornemann   
05.06.2005

Anfahrtskizzen sind was Tolles. Sie weisen einem den Weg in unbekannte Gebiete und bringen einen ans Ziel. Problematisch wird es erst, wenn man überlegt, ob die Kurve die man gerade hinter sich gelassen hat, der komische Knick ist der da eingezeichnet ist. Im Zweifelsfall nein, denn die Brücke über die gerade gefahren wird, ist bereits ein ganzes Stück von der Stelle entfernt, wo man hin will. In meinem Fall war es der Rockclub in Hildesheim, wo vor etwa 1 1/2 Stunden der Einlass vom ASP-Konzert begonnen hatte... Ich weiss nicht was meine Begleiterinnen und ich erwartet hatten. Mit Sicherheit jedoch nicht, dass der Rockclub von Aussen aussieht wie eine gutbürgerliche Kneipe. Fehlende schwarze Gestalten liessen uns sogar daran zweifeln, hier überhaupt richtig zu sein... Doch wie heisst es so schön? Die inneren Werte zählen... und drinnen lief dann auch das gewünschte Klientel rum. Home Sweet Home.

Der Einlass begann wohl etwas spät, jedenfalls hatten wir trotz 1 1/2 stündiger Verspätung noch nichts verpasst. Man hatte noch ausreichend Zeit sich umzugucken und Geld an der Bar zu lassen, bevor um kurz vor 21 Uhr mit der Vorband Nuuk losging. Von der Band kannte ich bisher noch nichts, doch der Name lief mir seit einigen Wochen öfter über den Weg, ich war also gespannt. Nuuk spielten ohne Vorwarnung los und bedienten zuallererst meine Vorliebe für Drums. Der erste Song hatte reichlich davon, was noch besser rübergekommen wäre, hätte die Anlage mitgespielt. Leider war diese für meinen Geschmack viel zu leise, die Gespräche im Raum waren teilweise besser zu verstehen als die Musik. Überhaupt war auch das Publikum noch nicht allzusehr bei der Sache, es wurde mehr geredet als dem Treiben auf der Bühne gefolgt. Worüber sich auch der Sänger mindestens einmal beschwert hat, doch viel hat das nicht geändert.

Später tauten die Leute etwas auf, aber bis dahin plätscherte die Musik mehr nebenbei dahin. Es mag vielleicht damit zu tun gehabt haben, dass Nuuk musikalisch nicht wirklich viel mit ASP gemeinsam haben, sie sind vom Stil her mehr eine Mischung aus The Cure und U2. Ich weiss nicht mehr wieviele Songs Nuuk spielten, da ich nach einiger Zeit keine großen Veränderungen mehr feststellte und auch keine Setlist parat habe. Sicher hatten sie hin und wieder ungewöhnliche Elemente in der Musik und auch der Gesang war nicht schlecht (klang tatsächlich ein wenig nach Bono), doch nach einer Weile schlich sich besonders bei den von mir geliebten Drums eine gewisse Monotonie ein. Nachdem das Publikum zum Mitsingen aufgefordert wurde (leider vergeblich) und die Band vorgestellt wurde, war dann nach ca. 40 Minuten dieser Teil des Programms abgehakt und Nuuk machten die Bühne für ASP frei.

Als ASP dann um exakt 21.55 Uhr auf der Bühne erschienen und ihr Intro erklang, wurde es schlagartig luftiger im hinteren Barbereich und im Gegenzug dazu der Platz vor der Bühne eng. Mit einem Knall begann die Show und ASP hatten von Anfang an die Aufmerksamkeit des Publikums. Ich kenne nun nicht alles von ASP, doch ich denke einer der ersten Songs war "Weltunter", gefolgt von "Stille der Nacht". ASP fegte von Anfang an über die Bühne und machte mit seiner Mimik jeden Song noch ein Tick besser, als er eh schon war. Die Energie sprühte nur so und selbst der Bewegungsfaulste musste Hummeln im Hintern haben, entsprechend aktiv wurde es auch im Pulk vor der Bühne und Asp hatte keine Mühe das Publikum zum mitmachen zu animieren...sei es nun Springen, Tanzen oder Mitsingen, sie machten alles mit Freuden mit.

Einige verausgabten sich gar so stark, dass sie ASP um seine Wasserflasche beneideten, doch mit einer eitrigen Angina würde ich anderen Leuten meine Flasche auch nicht zumuten. Ja, Asp hatte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, doch einen negativen Effekt hatte das nicht auf die Leistung, die er brachte. Selten habe ich auf der Bühne so eine Präsenz und Agilität gesehen wie bei diesem Konzert. Manch anderer Sänger kann sich bei Asp wirklich eine Scheibe abschneiden, der Mann hat dafür meinen Respekt. Zwar liess er sich bei einigen Stücken, z.B. "She Wore Shadows" oder "Und Wir Tanzten" von der Menge unterstützen und auch die Band fungierte wegen fehlendem Chor als Background, doch geschah dies sicher nicht wirklich wegen stimmlichen Problemen. Von denen konnte ich jedenfalls nichts feststellen. Zwischendurch erwähnte Asp das kommende Album und dass die Leute am Tag zuvor in Berlin begeistert waren, also machte er das "Experiment" und kredenzte "Tiefenrausch"... was mit Jubel von Publikum angenommen wurde.

Ebenfalls bejubelt wurde später das Lied "Schwarzes Blut", was allerdings schon in den Zugaben enthalten war... von denen es einige gab, denn das Publikum wollte Asp einfach nicht von der Bühne lassen ohne nicht noch wenigstens "Die Ballade vom Schwarzen Schmetterling" gespielt zu haben und er versprach, bis zum letzten Atemzug zu bleiben. Als sie dann nochmal wieder auf die Bühne kamen, meinte ASP nur trocken "Das mit dem letzten Atemzug habt ihr ernst genommen, oder?", doch trotz seiner Angina spielten sie noch abschliessend "Ich Will Brennen" und "Die Ruhe Vor Dem Sturm", bevor es endgültig hiess sich zu verabschieden und ein wirklich hervorragendes Konzert hinter sich zu lassen.

Links:

ASP
Nuuk
Rockclub Hildesheim

 
In Extremo (21.05.2005, Koblenz)
Geschrieben von Paul-Eduard Rück   
05.06.2005

Samstag, gegen 18.30, am Koblenzer Busbahnhof: Wir (ein Freund und ich) studieren die Busfahrpläne um herauszufinden welcher Bus uns in die Innenstadt fährt, an dem Ort von wo aus Shuttle-Busse die Konzertbesucher zum Spielort bringen. Der Ort war eine alte Burg, die Festung Ehrenbreitstein, leicht außerhalb von Koblenz. Leider mussten wir feststellen, dass man wohl Busfahrplantechnik studiert haben muss um die komplizierten Zeichen entziffern zu können. Aber das Glück war auf unserer Seite: Zusammen mit ein paar anderen InExtremo-Fans (die wohl auch Probleme mit der Entzifferung der Koblenzer Fahrpläne hatten) wurden wir nämlich, nach freundlicher Nachfrage, von einem netten Busfahrer einfach in seinem „Leerfahrt“-Bus zum entsprechenden Treffpunkt mitgenommen!

Dort angekommen, warteten wir dann mit den schon bereits zahlreich anwesenden Fans auf die Shuttlebusse. Leider mussten wir feststellen, dass nicht alle Koblenzer Busfahrer gleich gut ausgebildet sind: Auf dem Weg zur Burg einmal falsch in eine Straße abgebogen, konnte der Bus nicht umdrehen und wir mussten alle dann noch ca 20 Minuten zu Fuß... Aber es hätte schlimmer kommen können: Es hätte z.B. regnen können, was Gott sei Dank nicht geschah! Und dann ging alles ganz schnell, denn trotz vieler Menschen (im Nachhinein würde ich auf ca. 3000 Zuschauer tippen), musste man nicht lange anstehen. Das einzige ärgerliche war, dass wir durch den Fußmarsch den Anfang der Vorgruppe verpasst haben – Es war bereits schon nach 20 Uhr.

Der Burghof stellte sich als sehr schön dar: Trotz relativer Enge herrsche genügend Platz um sich durch die Massen hindurch zu bewegen und darüber hinaus lag der Platz in einem leichten Gefälle, sodass man auch von ganz Hinten noch die am Gefälle aufgebaute Bühne sehr gut sehen konnte. Die Vorgruppe war, wie bereits gesagt, schon gut dabei Stimmung zu machen. Leider weiß ich bis heute nicht wie diese Band heißt. Auch öfteres herumfragen konnte mir nicht helfen. Irgendwie wusste keiner wie die hießen. Markant dabei waren jedoch die sehr jugendlich aussehende Sängerin und die weibliche Bassistin. Und die Musik war auch nicht schlecht ;-) Wie dem auch sei, die allgemeine Stimmung war richtig gut und die Zuschauer feierten demenstprechend auch die „unbekannte Band“ mit tosendem Applaus.

Gegen 21Uhr kamen dann endlich In Extremo auf die Bühne und legten gleich mit „Erdbeermund“ los. Um mich herum lauter fröhlich grinsende und mitgrölende Menschen, denen ich mich unweigerlich anschloss! Die Stimmung wurde von Minute zu Minute lockerer – man merkte dass das ein geiler Abend wird! Nach ihren neuen Song „Nur Ihr Allein“, der erstaunlich gut von der Menge aufgenommen wurde, begrüßte Micha das Publikum mit wenigen Worten und machte dann auch gleich weiter. Nicht labern, sondern singen, stand heute auf dem Programm *g* Es folgten dann weiterhin hauptsächlich feurige Songs der schnelleren Sorte, was das Publikum natürlich stets mit wildem Beifall und Gehüpfe begrüßt hat. Wer kann auch schon ruhig stillsitzen bei „Herr Mannelig“, „Nymphenzeit“, „Ai Vis Lo Lop“ oder „Omnia Sol Temperat“?

Insgesamt war das Lineup ziemlich gut gemischt: Abwechselnd Songs von verschiedenen Alben, dazu nach ausgelassenen Krachern mal was ruhiges wie „Ave Maria“ oder später am Abend „Merseburger Zaubersprüche“, um aller Kehlen etwas zu schonen. „Vollmond“ wurde natürlich auch gespielt, aber bei diesem eigentlich auch eher ruhigeren Stück, konnte keiner einfach nur zuhören: Wie im Grunde immer wenn In Extremo diesen Song spielen, grölte jeder im Publikum mit, sodass „Vollmond“ die Stimmung wohl zu einem der Höhepunkte wurde. Diese wunderbare Atmosphäre konnte dann schließlich nur noch von „Spielmannsfluch“ übertroffen werden *g* Hierbei musste Micha nur kurz „Es regnet, es regnet Blut“ ins Mikro flüstern (ich betone „flüstern“!) damit die Menge beginnt erstmal einige Minuten lang den Refrain zu singen, bevor die Band überhaupt mit dem Song loslegen konnte. Und gegen Ende dauerte es (wie üblich, hehe) erneut mehrere Minuten bis man mit dem nächsten Song weitermachen konnte! Was für eine geile Stimmung!

Dass nicht viel Text eingeplant war, zeigt eine belustigende Überleitung zu einem nächsten Stück: Micha lobt das Publikum, weil die Securitys nichts zu tun haben (es war in der Tat überaus friedlich!) und fragt dann ob wir denn wissen was die Securitys denn dann machen. Sie würden hübsche aus dem Publikum ziehen und sie küssen. Unter ausgelassenem Gelächter merkten wir, dass das die Überleitung zu „Küss Mich“ war! Weit hergeholt, aber gerade deswegen sehr amüsant, hehe!

Wie genau die Reihenfolge der gespielten Songs war, kann ich beim besten Willen nicht mehr sagen – dafür war ich viel zu gut drauf und zu sehr mit Mitsingen beschäftigt, sowie darauf bedacht beim Bangen und Springen mein Gleichgewicht zu halten *g* Ich kann aber sagen, dass noch „Sefardim“, „Pavane“ und „Stetit Puella“ kräftig das Publikum angeheizt haben. Irgendwann fing es zwischendurch an leicht zu nieseln, aber das kam uns nur zu Gute: Ein wenig Abkühlung hat da jeder gebraucht ;-)

Gegen 22.30Uhr war dann auch schon Schluss – im übertragenen Sinne natürlich. Dass nach lauten „Zugabe“-Rufen noch was kommen würde, war jedem klar! Und so gaben die Spielmänner „Krummavisur“ zum Besten, dannach ein weiterer neuer Song namens „Spielmann“, der jedoch nicht so gut mitreißen konnte, und schließlich eine sehr ausgedehnte Version von „Villemann Og Magnhild“, womit der Abend dann auch endgültig zu Ende ging. Bei dieser knapp 15 Minuten langen Zugabe wurde dann anscheinend auch die ganze Pyrotechnik wohl auf einmal verballert, die im Laufe des Abends seltsamerweise nur sehr wenig zum Einsatz kam. So sprühten Feuerfunken und schossen Feuersäulen fast ununterbrochen bis zum letzten Ton in den nächtlichen Abendhimmel. Unter tosendem Beifall verabschiedete sich dann die Band mit Verbeugungen und dem Versprechen wiederzukommen! Wir hoffen es!

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inextremo.de

 
Lacrimosa, Gothminister (01.06.2005, Hamburg)
Geschrieben von Torsten Volkmer   
05.06.2005

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Es ist Mittwoch, der 01.06.2005 und Lacrimosa laden gemeinsam mit Vorband Gothminister zu einem Konzertabend in die Große Freiheit 36 mitten in das Herz von St. Pauli in Hamburg. Nach einem kleinen Spaziergang vom Auto zum Club (denn es ist nahezu unmöglich da irgendwie einen Parkplatz in der Nähe zu finden) kam ich an der Großen Freiheit an und wurde vorerst von den Massen erschlagen. Eine lange Schlange wartete bereits auf den Einlass. Nachdem ich den Einlass überstanden hatte folgte ein wenig Ernüchterung. Die Ränge waren geschlossen, was äußerst schlechte Verkaufszahlen vermuten ließ (bei keinem meiner Konzerte zuvor waren die Ränge geschlossen). Die ersten Reihen waren natürlich schon gut gefüllt. Als ich mir ein Bild von dem Geschehen machen wollte musste ich mit erschrecken feststellen das die Fans ja direkt an der Bühne stehen. Der sonst so überaus gemütliche Pressegraben war diesmal nicht vorhanden und so hatte ich schon die schlimmsten Vermutungen zwecks Möglichkeit gute Aufnahmen vom Konzert zu machen.

Foto: Torsten Volkmer
Foto: Torsten Volkmer
Pünktlich um 20 Uhr kamen dann die Mannen der norwegischen Band Gothminister auf die Bühne. Eigentlich ist die Bühne ordentlich groß, doch da wie so oft schon für den Hauptact alles aufgebaut war, hatten Gothminister nur eine Minibühne zur Verfügung - der Rest war mit einem großen schwarzen Vorhang vor neugierigen Blicken geschützt. "Empire of Dark Salvation" ist das kürzlich veröffentlichte Album von Gothminister welches konsequent den Stil vom Erstlingswerk "Gothic Electronic Anthems" fortsetzt. Die Mischung aus Dark Metal, Electro und auch Industrial ist eigentlich ein Garant für gute Stimmung bei live-Auftritten. Leider war das in Hamburg ein wenig anders. Das Publikum war anfangs sehr verhalten. Es erschien mir ein wenig so wie beim Konzert von To/Die/For als Vorband von Lacrimosa im Jahr 2001. Eine gute Vorband wurde als Opener für Lacrimosa einfach nicht angenommen. Schade. Diese Distanz zwischen Publikum und Band konnte jedoch gegen Ende mit Songs wie "Dark Salvation", "Monsters" und letztlich "Happiness in Darkness" durchbrochen werden. Und so verließen Gothminister nach knapp 45 Minuten die Bühne unter ordentlichem Applaus. Klasse Show, guter Sound. Ergänzend sollte ich vielleicht noch erwähnen das die Show diesmal auf die visuellen Einlagen der Dementia (Sandra Jensen) verzichten musste. Ob es an der zu kleinen Bühne lag, oder es einen anderen Grund gibt konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen.

Nach einer endlos erscheinenden Umbauphase ertönten endlich die ersten Klänge des Lacrimosa Intros. Unter tosendem Applaus begann der Vorhang sich zu öffnen. Blickfang war gleich als erstes das wirklich riesige Lacrimosa-Logo im Hintergrund der Bühne. Zusammen mit den gut verteilten Musikern auf der Bühne bot sich ein wirklich prachtvoller Bühnenanblick. Wie immer, kam auch diesmal Tilo als letzter auf die Bühne als er bereits begonnen hatte die ersten Zeilen von "Kelch der Liebe" zum besten zu geben. Inzwischen war die Große Freiheit auch schon gut gefüllt, jedoch nicht voll. Man konnte noch immer (zum Glück für uns Fotografen) gut von einer Seite auf die andere wechseln ohne großartig Ärger zu verursachen.

Foto: Torsten Volkmer
Foto: Torsten Volkmer
Zum Glück für die Fans bot Tilo kein runterleiern der neuen CD "Lichtgestalt", sondern mische die Songs gut und präsentierte Songs aus vielen Schaffensphasen Lacrimosas. Mit "Schakal", "Tränen der Sehnsucht" und dem ersten von Anne gesungenen Song "The Turning Point" gab es viele alte Stücke zu hören. Erster Höhepunkt des Abends war das Stück "Halt mich". Bereits bei den ersten Klängen tobten die Fans und sangen begeistert mit. Es ist wirklich herrlich zu sehen wie sehr die Beiden sich auch auf der Bühne ergänzen. Während den von Anne gesungenen Songs übernimmt Tilo die Keyboards und beobachtet ganz genau was auf der Bühne vor sich geht. Diese an Perfektion grenzende Show kann einfach nur begeistern! Nach "Lichtgestalt", "Seele in Not", "Not every Pain hurts" und letztlich "Stolzes Herz" verließen Lacrimosa unter lautstarkem Beifall die Bühne. Jedoch nur für kurze Zeit, denn die Fans forderten lautstark nach mehr!

Mit "Der Morgen Danach" kamen Lacrimosa zurück auf die Bühne und präsentierten mit "Der brennende Komet" und "Ich verlasse heut dein Herz" eine unheimlich gefühlvolle Stimmung. Tilo verabschiede sich nun während dem Song ein zweites mal mit einer tiefen Verbeugung um den Song vom Rest der Band beenden zu lassen. Das kann doch noch nicht alles sein dachten sich die Fans und verlangten nicht mit weniger Nachdruck ein zweites Mal nach Lacrimosa. Und auch diesmal gaben sie nach, und schlossen den so unglaublichen Konzertabend mit "Alleine zu zweit" und "Copycat" ab.

Gratulation zu dieser Meisterleistung!

Links: 

Gothminister
Lacrimosa

 
W:O:A Roadshow 2005 (05.05.2005, Hannover)
Geschrieben von Joana Santos / Torsten Volkmer   
26.05.2005

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2005, 05.05.05 - Männertag.
Eigentlich ein Tag für so viele Männer sich einfach grundlos zu besaufen. Anfänglich schien es auch so als würden die meisten Metalheads auch das Saufen dem Besuch auf der W:O:A (Wacken Open Air) Roadshow vorziehen. Vor der Halle hatten sich nur äußerst wenige versammelt. Doch diese Wenigen machten Krach und Unsinn als gäbe es kein Morgen mehr. Das Grillen wurde letztlich zu einer offenen Feuerstelle, die schon fast einen Großeinsatz der hannoverschen Feuerwehr zur Folge hätte - aber nur fast :). Kurz nach 19 Uhr war dann Einlass in die Halle.

Foto: Torsten Volkmer
Foto: Torsten Volkmer
Nachdem die Zeit bis zum Beginn auch noch sinnvoll überbrückt wurde, kamen pünktlich 19.45 Uhr SuidAkra auf die Bühne. SuidAkra hatten es besonders schwer, da die doch ziemlich leere Halle äußerst schwer anzuheitzen war. Doch mit ihrer Mischung aus Death/Black-irgendwas Metal gelang es ihnen mal mehr mal weniger die Meute zu begeistern. Zumindest die eine Hälfte der Halle schien ordentlich Spaß zu haben.

Als zweite Band kamen nun Regicide auf die Bühne. Ich hatte mich sehr auf diesen Auftritt gefreut, doch irgendwie sollte heute alles anders werden. Schon vor Beginn der Show wunderte ich mich über den fehlenden Regicide-Banner hinter der Bühne. Es viel mir aber auch nur so deutlich auf, da die anderen 3 Bands ihre Banner übereinander platziert hatten. Nun ja, spielten Regicide halt mit IllDisposed Banner im Hintergrund.

Foto: Torsten Volkmer
Foto: Torsten Volkmer
Nach dem letzten Auftritt von Regicide im Faust war ich guter Dinge das es ein klasse Auftritt wird. Dem war leider nur bedingt so. Es gab ziemliche Soundprobleme. Mal vielen die Stimmen aus, mal klang das Ganze halbherzig. Die sonst so überragende Spielfreude der Band war diesmal einfach wie verschwunden. Lag es am eher metal-lastigen Publikum? Ich weiß es nicht. Trotz der Probleme und für mich eher durchschnittlichen Show hatte der Großteil der Zuschauer Spaß. Und durchschnittliche Regicide sind immer noch besser als viele "erstklassige" Bands. Beim WGT will ich euch aber wieder richtig rocken sehen!

In der Zwischenzeit bemerkte man das sich doch mehr Männer als erwartet zum Saufen in Gesellschaft mit gutem Metal entschieden hatten. Denn die Halle wurde erstaunlich voll. Nicht so, das man nicht mehr laufen konnte - aber mehr als erwartet. 

Foto: Torsten Volkmer
Foto: Torsten Volkmer
Nach dieser eher ruhigen Musik, betragen IllDisposed die Bühne. Und die einzig nicht-deutsche Band ging gleich richtig ab. Mit ihrem aggressiven Death Metal sprang der Funke zum Publikum schnell über. So wurde also bei IllDisposed das komplette Metal Paket genutzt: Headbanger, Stagediver und wildes "herum-gehüpfe" mit der Band on stage. Wacken-Feeling pur!

Als letztes kamen die schon ungeduldig erwarteten Holy Moses auf die Bühne. Mit ihrem Trash Metal gaben sie den Fans was sie wollten - Grund zum Spaß haben! Sabina Classen und Band präsentierten ihren typischen Sound einer ausgelassenen Meute und rundeteten diese Metal Night mit kraftvollen Klängen ab.

Links:

Holy Moses
IllDisposed

Regicide
SiudAkra

 
Fliehende Stürme, Substance Of Dream, Kontakt46 (01.05.2005, Bochum)
Geschrieben von Sebastian Steinfort   
24.05.2005

Heute stand Punk und Postpunk auf dem Konzertplan des Zwischenfalls, in Form von zwei Urbands der Szene: Substance of Dream und Fliehende Stürme. Unterstützt wurden sie von dem lokalen Act Kontakt46.

Foto: Sebastian Steinfort
Foto: Sebastian Steinfort
Ihre Rolle als Anheizer nahmen sich Kontakt46 richtig zu Herzen. Sänger Geesta gab sich alle Mühe, die Anwesenden mit ihrer Mischung aus Punk und Hardcore mitzureißen. Da es den Anschein machte, dass einige gerade wegen Kontakt46 gekommen waren, gelang es ihm sehr gut durch sein sehr engagiertes Singen das Publikum einzustimmen. Leider kam es wohl zu Unstimmigkeiten im Zeitplan, da der Auftritt wohl etwas zu lang geriet und somit für Substance of Dream nicht mehr die Zeit blieb, die sich Sänger Udo gewünscht hätte.

Der Auftritt von Substance of Dream wirkte leider etwas unmotiviert. Nun schiebe ich es der Fairness wegen einfach mal darauf, dass es einerseits das vorletzte Konzert der Tour und andererseits auch wegen des verkürzten Auftritts war. Udo gab sich zwar einige Mühe ihre Musik rüberzubringen, doch blieb das Publikum nicht nur auf Distanz zur Bühne, sondern hielt sich auch stimmungsmäßig zurück. Zur Mitte des Auftritts unterstützte Andi von den Stürmen mit seinen Fähigkeiten am Bass die Bemühungen von Substance of Dream. Leider konnte dies die Show nicht retten und so schienen viele froh zu sein, als der Auftritt beendet war und die Umbauten für die Fliehenden Stürme anfingen.

Foto: Sebastian Steinfort
Foto: Sebastian Steinfort
Wie bei den beiden Bands zuvor ging es nach einen kurzen Hallo einfach los. Wer nochmal eben schnell zur Toilette war oder sich am Merchstand eine CD kaufen wollte, wurde nur durch die plötzlich beginnende Musik zur Eile gerufen. Aber gerade bei den Stürmen schien auch keine Vorstellung notwendig zu sein. Was zu Beginn des Abends noch nach einem kaum gefüllten Raum aussah, war nun bis zur Bühne gefüllt. Sänger Andi und Bassist Stefan fielen nicht gerade durch ihr dynamisches Spielen auf, sondern eher durch Ruhe und Konzentration. Aus ihren Instrumenten zauberten sie so die melancholischen Melodien ihrer Musik hervor, die vom Substance of Dream Drummer Andi mit teils heftigen monotonen Beats unterlegt wurden. Getragen durch diese Mischung in Liedern wie "Das Chaos brütet" oder "Satellit" tanzten und pogten die Fans vor der Bühne fast das ganze Konzert hindurch, nur von ihrem Applaus für die Band unterbrochen. Da der Abend schon recht fortgeschritten war und es wohl schon öfter wegen der Laustärke früher Probleme gab, mußten die Zugaben gekürzt werden. Allerdings konnte das Publkum mit ihren Bekundungen, dass ihnen die Nachbarn nun wirklich egal waren, die Stürme zu einer zweiten Zugabe auf die Bühne holen, um ihnen zumindest noch das lange gewünschte Lied "kleines Herz" zu entlocken.

Einige machten nach dem Konzert einen recht abgekämpften Eindruck und werden sicherlich einige Zeit gebraucht haben, um den Zwischenfall zu verlassen, zumindest sahen sie so aus, als ob sie Spaß gehabt hätten. Mir selbst hat es recht gut gefallen, obwohl es eigentlich so gar nicht meine Musik ist und ich nur "Satellit" kannte.

Links:

Kontakt46
Substance Of Dream
Fliehende Stürme

 
Deine Lakaien (24.04.2005, Braunschweig)
Geschrieben von Joana Santos   
15.05.2005

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Another Sunday night with a highly expected concert! After having some trouble finding the place, I finally reached Jolly Joker. Around 19h the people started entering the venue and then, a bit later than expected, the show started around 20h30.

Foto: Torsten Volkmer
Foto: Torsten Volkmer
The various elements entered the stage, Ernst Horn followed by their live musicians (two violins, a cello and a guitar player) and they started off instrumentally. Then the voice of Alexander Veljanov was heard singing "I am falling...", though he could not be seen. After half the song, he finally came on stage and the presentations were done.

After this slow entrance they interpreted the first single from their last album, "Over and Done". The light show was amazing, always precise and according to the beats. The set was great, joining the presentation of great part of the "April Skies" album with older material. The select tunes were "Secret Hideaway", "Dont Wake Me Up" (with a brilliant instrumental highlight), "Generators" and "Slowly Comes My Night".

The quality of the sound and the acoustic of the venue were also great and the voice of Alexander did not fail once. Getting some rhythm to the show, they went on with "Through the Hall" (a song that works really well live for its beat and movement), the straight away recognizable "Dark Star", "Vivre" (the first theme in French the band ever recorded) and "Supermarket (My Angel)". It is impressive how they managed to get two beautiful female violin players that also have lovely voices that fit the songs where they intervene perfectly!

Foto: Torsten Volkmer
Foto: Torsten Volkmer
Then it was time to "Down, Down, Down", the beautiful "Return" with the crowd clapping harder, "Midnight Sun" and the older "Colour-Ize" ("where it all began", the first song from their debut). At 21h50 Alexander says "Aufwiedersehen" for the first time and they leave the stage. But it was actually that kind of leaving like saying "of course we will play more".

The audience applauded and asked for their "Zugabe" and four minutes later they returned. They played two more songs, including the new "Heart Made to be Mine" and they left the stage again. Coming back for the second encore, Alexander asks the spectators "Warum?" why did they want the encore then? The responses were a bit confuse in the mist of the noise and the anxious crowd, but the duo, now only Alexander and Ernst Horn, happily did a piano-voice version of "Where you Are", another one of their big hits.

To finish the concert brilliantly (again with the band present), they played the lovely "Love Me to the End", first acoustically and then the other half with the beat on. After this great moment (one of the many during the concert) they finally left the stage definitely at 22h02, after a performance that lasted a bit more than ninety minutes. The audience seemed a bit too static during the first part of the concert, but then they ended up letting go, dancing and supporting the band more effusively.

Its interesting to notice that Deine Lakaien were playing alone, with no support band and still they managed to practically fill up Jolly Joker, being the tickets 25€, a bit expensive considering the normal prices. But I think the money was worth it! I do believe most of the people that were there share my opinion.

Foto: Torsten Volkmer
Foto: Torsten Volkmer
Links:

deine-lakaien.com
hardbeat.de
undercover-net.de

 
Amoral, Naglfar, Finntroll (14.04.2005, Wien)
Geschrieben von Yvonne B, Renate W.   
10.05.2005

Donnerstag Abend machten sich im Planet Music (ehem. Rockhaus) in Wien wieder die Männer mit den langen Haaren breit. Ja, es gab wieder ein Metal-Konzert. Schon vor dem Eingang sah man lange Haare, schwarze Ledermäntel und "böse" Blicke. Im Konzertbereich waren nicht so viele Leute, wie wir angenommen haben. Viele tummelten sich um den Merch-Stand oder ergatterten gerade ein Bier.

Amoral machten diesen Abend den Anfang und versuchten dem Publikum einzuheizen. Ziemlich am Schluss versagte dann das Mikro vom Sänger und es gab eine schöne Instrumentalversion eines ihrer Lieder. Der technische Defekt wurde aber wieder beseitigt und der Sänger konnte sich wieder verständlich machen.

In der Zwischenzeit füllte sich das Planet immer mehr, aber wirklich voll wurde es nicht.

Nach einer kurzen Pause betraten Naglfar die Bühne. Der Sänger viel in seinem langen Ledermantel und mit seiner Glatze sehr auf. Er wirkte sehr ruhig aber sehr "böse". Naglfar legten mit ihrem Death-Metal so richtig los und das Publikum war begeistert. Nach dem zweiten Lied legte der Sänger seinen Mantel ab und war dadurch etwas beweglicher und Naglfar rockten weiter. Nach etlichen wunderschönen Death-Metal-Stücken war die Menge bereit für Finntroll.

 In der Pause wurde das Publikum immer nervöser und aufgeregter und schrieen schon nach Wilska. Nach mehreren Nebelschwaden und Lichtspielerein war es soweit. Die von der Menge so erwartete Band Finntroll stürmte die Bühne und legten gleich los. Ein zum Head-Bangen-einladender Song folgte dem nächsten. Bei "Trollhammaren" war die Menge außer sich. Finntroll spielten einen Viking-Metal- Song und Humpa-Song nach dem anderen, dass man da am nächsten Tag noch Genickweh hatte, war klar.

Nach einem tollen Konzert verließen die meist schwarz gekleideten Menschen verschwitzt und glücklich das Planet.

Links:

Amoral
Naglfar
Finntroll
 
Amoral, Naglfar, Finntroll (02.05.2005, Bochum)
Geschrieben von Sebastian Steinfort   
02.05.2005

Drei skandinavische Bands in der Bochumer Matrix. Das versprach schonmal keine musikalische Leichtkost.

Amoral
Amoral
Den Beginn in der zu Anfang nur halb gefüllten "Tube" der Matrix, machte die finnische Band Amoral. Sie hatten es mit ihrer Mischung aus Death- & Thrashmetal gerade zu Beginn recht schwer das Publikum mitzureißen. Während allerdings so langsam die Temperaturen im Raum stiegen, wer die Matrix kennt, weiß, was ich meine, kamen die Leute langsam in Schwung.

Derweil hatte ich mir schon einen netten Platz auf der Bühne hinter den Lautsprechern gesucht. (Danke an die beiden, die mich freundlicherweise direkt nach vorne an die Bühne gelassen haben.) Dieser Platz machte es mit zu einem der bequemsten Konzerte, auf denen ich bisher war. Im Laufe von Amorals Show, war ich dann auch recht froh, der drückenden Enge vor der Bühne entflohen zu sein.

Naglfar
Naglfar
Nach knapp 30 Minuten hatten sie dann ihren Job als Anheizer getan und machten Platz für die Jungs von Naglfar. Die Temperature im Raum näherten sich zu diesem Zeitpunkt sicherlich schon angenehmen 35°C, was die Massen vor der Bühne nicht davon abhielt, zu dem schwedischen Blackmetal heftig mitzugehen.

Dass es auf der Bühne noch heißer war, als im Publikum konnte man nicht nur ahnen, sondern in diesem Fall sogar sehen. Nach den ersten drei Liedern hatte sich Sänger Kristoffer seines langen Ledermantels entledigt und ich, da ich quasi direkt daneben saß, konnte zusehen, wie die Pfütze unter Marcus immer größer wurde. Die fünf Schweden haben sich wirklich nicht geschont und die Zuschauer haben es ihnen mit frenetischem Feiern gedankt.

Nach gut 45 Minuten und einigen Litern Schweiß räumte Naglfar die Bühne für die Headliner des Abends, Finntroll. Als für ihren Auftritt das Licht erlosch, setzten ihre Fans zu Finntroll-Rufen an, die dann beim Auftritt der Finnen in Jubeln übergingen.

Finntroll
Finntroll
Es sei mir an dieser Stelle verziehen, dass ich während dieses Berichts keine Liedtitel erwähne, ohne die Unterstützung von abfotografierten Setlisten habe ich es nicht so mit Titeln, vor allem keinen finnischen :)

Die Fans allerdings schienen jede einzelne Liedzeile zu kennen. Was man bei den ersten beiden Bands vielleicht noch als Feiern bezeichnen konnte, nahm bei Finntrolls Humpa nun schon fast chaotische Zustände an. Während Wilska und seine Mannen alles gaben, war ausgelassenes Moschen und Pogen noch eine der harmloseren Sachen. Gegen Mitte ihres Auftritts wurden die ersten mittels Crowdsurfing auf die Bühne bugsiert, wo sie zusammen mit dem Gitarristen Skrymer kräftig abgingen, bis sie von der Stagehand der Band durch einen kräftigen Schubs zum Sprung ins Publikum überredet wurden.

Nach über einer Stunde und einer Zugabe verliessen die Finnen dann entgültig die Bühne. Es sei ihnen bei den Bedingungen in der Matrix gegönnt, dass sie kein zweites Mal herauskamen. Die Temperaturen zum Schluß waren auf der Bühne schon fast unmenschlich und gerade bei den teilweise nicht ganz schlanken Künstlern war es sicherlich kein leichtes dabei so extrem abzugehen. Daher bleibt mir nur zum Schluß zu sagen: Respekt, das war das bisher beste Metalkonzert diesen Jahres für mich. Überzeugend durch Leistung der Bands und Stimmung im Publikum.

Links:

Amoral
Naglfar
Finntroll

 
Apocalyptica, Angelzoom (09.04.2005, München)
Geschrieben von Martina Schmitt   
02.05.2005

Am Samstag, den 09.04.2005 strömte eine Masse schwarz gekleideter Gestalten in Richtung Kultfabrik/Tonhalle um die finnische Band Apocalyptica zu sehen.

Doch bevor die Band aus Finnland die Halle rockte, betrat ersteinmal die Vorband Angelzoom die Arena. Mit der erst im Jahre 2004 gegründeten Formation der ehemaligen Frontfrau Claudia Uhle von X-Perience hätte man keine bessere Vorband finden können um die Massen in die richtige Stimmung zu versetzen. Untersützung bekam sie von den Musikern der Letzten Instanz, die sie mit ihren Instrumenten auf der Bühne begleiteten. Auch mit dem Hauptakt des Abends hat sie bereits Stücke eingespielt und somit ist es noch weniger verwunderlich sie als Support zu sehen.

Claudia Uhle präsentierte ihr neustes Album mit einer engelsgleichen, klaren Stimme, die das ganze Publikum verzauberte. Den Auftakt machte "Turn the Sky", das auf dem Album bereits mit Apocalyptica eingespielt wurde. Weiterhin folgten ihre Debutsingle "Fairyland" wie auch die aktuelle Single "Back to you".

Nach ca. einer halben Stunde räumten dann Angelzoom die Bühne für Apocalyptica, doch die vier smarten Jungs aus Finnland ließen erstmal eine ganze Zeit auf sich warten und somit steigerte sich die Spannung im Publikum aufs Unermessliche. Die Masse begann bereits zu toben und die Band herauszuklatschen Als Apocalyptica dann endlich die Bühne betraten gab es für die jubelnde Menge kein Halten mehr. Und so eröffneten Paavo, Eicca und Perttu unter riesigem Beifall mit "Path" ihre Bühnenshow.

Perttu erklärte schließlich, der Name des neuen Albums (Apocalyptica) käme daher, weil sie nun endlich ihren Stil gefunden hätten… und der kann sich wahrlich sehen lassen! So rissen sie mit ihrer energiegeladenen Bühnenshow auch die sonst eher ruhigen Gemüter mit. Während die drei Finnen anfangs noch brav auf ihren Bühnenstühlen saßen, fingen Perttu und Eicca dann doch sehr bald an, nicht nur das Mikrophon mit Ansagen zu erobern, sondern auch die komplette Bühne in Beschlag zu nehmen und auch mal ihre Cellos über Kopf zu nehmen oder headbangenderweise zu musizieren. Paavo beschränkte sich meistens darauf die Fans von seinem Platz aus anzufeuern und mit den Mädls der ersten Reihe zu flirten.

Spätestens bei den Metallica-Klassikern "Nothing else matters" und "Enter sandman" gab es absolut kein Halten mehr, weder auf der Bühne noch im Publikum.Es musste sogar ein Cello dran glauben und Perttu musste mit den blauen Ersatzcello weiterspielen. Soager Paavo erhob sich nun von seinem Platz und gesellte sich zu Perttu und Eicca und nun zu tritt abzurocken…wobei ein weiters Cello seine Saiten verlor. Eicca hat sich zwischenzeitlich dann mal als Schlagzeuger versucht, war auch recht lustig anzusehen.

Und es erzeugt schon eine faszinierende Stimmung, wenn die Band nur für die musikalische Untermalung zuständig ist und die Fans den kompletten Gesangspart übernehmen. Als Perttu sich dann auch noch von seinem Oberteil trennte, gab es vor allem für die weiblichen Fans kein Halten mehr…wer hätte sich jetzt nicht gewünscht, seinen Platz mit dem des Cellos zu tauschen?

Leider geht jedes Konzert irgendwann einmal zu Ende und so verabschiedete sich die Band nach 2 Stunden und 1 Zugabe dann schließlich gegen 23 Uhr. Und es bleibt nur zu sagen, dass dies ein hervorragendes, stimmungsgeladenes Konzert war, was aber leider - natürlich - viel zu kurz war.

Links:

apocalyptica.com
angelzoom.de


 
Diary of Dreams, Psyche (02.03.2005, Leipzig)
Geschrieben von Peggy Graßler   
03.04.2005
Ich habe mich schon lange nicht mehr auf ein Konzert so sehr gefreut wie diesmal. An dem Abend sollte ich endlich auch einmal Diary of Dreams live erleben dürfen. Bisher kannte ich die Musik nur von der "Konserve" und war echt gespannt was da auf mich zukommt. Immerhin waren sie mit neuem Album am Start. Auch die Kultband Psyche, welche für diesen Abend als Support geplant war, habe ich noch nicht live gesehen. Also standen zwei persönliche Premieren an und nun aber nichts wie wieder einmal auf nach Leipzig!

Um 20 Uhr wurde die Kasse geöffnet, und glücklicherweise hatte ich mein Ticket vorbestellt, denn wie ich hörte, sollte die Moritzbastei so gut wie ausverkauft sein. Aber im Moment sah es noch gar nicht danach aus. Das lag wohl daran, dass das Konzert mitten in der Woche stattfand. Im Laufe des Abends sollte ich allerdings eines besseren belehrt werden. Etwas Gutes hatte meine Pünktlichkeit auch, denn so ergatterte ich einen Platz in der ersten Reihe.

Pünktlich um 21 Uhr betraten nun Psyche die kleine Bühne der Moritzbastei. Die nächste dreiviertel Stunde sollten sie uns mit düsteren elektronischen Klängen die Zeit versüßen. Der Anfang war meines Erachtens etwas zu sanft gewählt für einen Live - Auftritt, denn zwei ziemlich ruhige Stücke eröffneten die Show des Abends. Jedoch so nach und nach steigerte es sich, und es wurde heftiger und lauter. Dennoch, eines kann ich nicht abstreiten, irgendwie erinnerte mich die Stimme von Darrin Huss an Marc Almond von Soft Cell. Das mag allerdings Ansichtssache sein. Psyche gaben sich große Mühe das Publikum für Diary of Dreams in Stimmung zu bringen, was ihnen jedoch nur teilweise gelang.

Endlich 22 Uhr! Zeit für Diary Of Dreams!
Nach nur 15 Minuten Bühnenumbau (da sollten sich manch andere Bands mal ne Scheibe abschneiden) war es soweit. Finstere Klänge hallten durch die Moritzbastei, schon jetzt fing das Publikum an total auszuflippen. Die Bandmitglieder, düster geschminkt als kämen sie eben aus einem Schacht, machten sich auf zu ihren Instrumenten. Als letztes betrat Adrian Hates die Bühne. Langer Mantel, Haare streng nach hinten gebunden und im Gegenteil zu den anderen überhaupt nicht weiter geschminkt. Allerdings diesmal mit einer Gitarre über der Schulter, so präsentierte er sich kühl und distanziert seinen Fans. Die Leute waren nun nicht mehr zu bremsen und feierten Diary of Dreams vom ersten Moment an. "Menschfeind" , der Titeltrack der zuletzt veröffentlichten EP, war der erste Song des Abends. Ein gut gewählter Opener, wie ich meine. Natürlich wurden überwiegend Songs aus dem aktuellen Album "Nigredo" und der EP "Menschfeind" gespielt, aber auch ältere Stücke wie "The Curse" oder "End of Flowers" wurden vom Publikum applaudierend aufgenommen. Das Set war im allgemeinen ziemlich Gitarrenlastig, was ich von den CDs her gar nicht so vermutete.

Obwohl die Jungs nun schon mehr als 20 Konzerte der laufenden Tour hinter sich hatten, war ihnen die Freude am spielen nicht vergangen. Wie auch bei solchen Fans ... in Leipzig lebt doch jede Band wieder neu auf ;). Aber im Ernst, die Band lieferte eine tolle Show, die Stimmung auf der Bühne war sichtlich gut, und davor kein bisschen weniger. Diary of Dreams versetzte sein Publikum immer mehr in Ekstase, und die weiblichen Fans schienen schier davon zu schweben. Vor allem als Adrian bei "Soulstripper" so ganz zufällig seine Haarespracht entbändigte. Ja ja ... dieser Mann weiß zu begeistern ;).

Nach etwas über einer Stunde Spielzeit kündigte Adrian nun den letzten Song an. Allerdings sollte es nicht lange dauern, bis die tobende Menge mit Zugabe - Rufen und Applaus die Jungs zurück auf die Bühne holte. Zwei weitere Songs wurden gespielt, es war einfach nur phantastisch. Mit "Traumtänzer", ein wunderschöner Song, zog DoD die Menge noch einmal ganz und gar in seinen Bann. Aber noch immer wollten die Fans mehr hören, also gab man sich zum dritten mal die Ehre. Jedoch diesmal kamen nur der Keyboarder und Adrian zurück auf die Bühne. Der Abschluss des Abends sollte eine einzigartige Pianoversion des Songs "AmoK" sein. Es ließ einen das Blut in den Adern gefrieren. Danach war nun aber leider entgültig Schluss. Die Band bedankte sich anständig, sich verneigend, beim Publikum, und war sichtlich über so viel stürmischen Applaus erfreut.

Ein fantastischer Abend mit einer zwei tollen Bands ging zuende, für die sich der Weg nach Leipzig auf jeden Fall wieder einmal gelohnt hatte. Ich wurde in keiner Weise enttäuscht.

Homepages:
 diaryofdreams.de
 psyche-hq.de
 moritzbastei.de
 
Apocalyptica, Angelzoom (01.04.2005, Hamburg)
Geschrieben von Joana Santos   
01.04.2005

Around 18h a considerably big group of people was outside the Grosse Freiheit. This concert and been sold out for more than a month, so there was a certain expectation about it. Outside there were people trying to sell a few tickets and others a bit more desperately trying to get an entrance opportunity.

The doors open punctually but then something that I was not expecting happened: Angelzoom started playing around 18h15, when I (and probably so many others) thought it would only start at 19h. This issue made me lose at least two or three songs of their performance. Claudia Uhle, ex-"X-perience", presents herself through this new project, chanting calm and dreamlike melodies with her angel-like voice. She was accompanied on stage by a piano player, a violin and a cello, all of them showing great skills. She interpreted "Crawling" (Linkin Parks cover), "Into My Arms" and then "Fairyland", her first single, all from the debut album. Uhle demonstrated how many years of experience can help bringing an immaculate vocal performance, with no voice recordings on the back. During the songs the crowd seem to have no reaction, but they ended up applauding and showing that the concert had pleased them. By 18h45, after an instrumental highlight, they were leaving the stage.

The stage was cleared up and then the audience had to wait a bit, for the lights only went out again at 19h30 for Apocalyptica. After an intro, the opening song was "Path", followed up by the classic "Master of Puppets" and then "Somewhere Around Nothing". The drummer, Mikko Siren, was already showing some of his talent. During a small pause Eicca Toppinen greets the vibrating audience and states that Perttu Kivilaakso was sick (the reason why he couldnt be present), but that still he didnt want to cancel the show. I think everyone was thankful for his decision. The show went on with "Fight Fire With Fire", the beautiful "Faraway", "Quutamo", "Heat" and "Distraction", mixing covers with material from both new and older albums. The elements had such a great chemistry on stage!

After this, it was time for one of the definitive highlights with the song "Betrayal/Forgiveness". This song was originally recorded with Dave Lombardo and it has a really good and complex drumming performance. Eicca as a good entertainer questioned the audience if Mikko would be able to fulfil and manage such an exquisite deed. And, of course, he was, giving an extraordinary moment and demonstration of talent. Mikko left the stage for one song (probably to take a breath) and the cello players went on with "Unforgiven", "Life Burns!", "For Whom the Bell Tolls", "Prologue (Apprehension)" and "Fisheye". Then it was the moment for the first single "Bittersweet" of their self-titled work. Eicca, one more time with his good humour, present this song as (quoting) "the duet with the two gay boys" - another highlight. To end the first part of the concert they interpreted "Seek & Destroy" (one of the many Metallica covers they performed) and "Inquisition Symphony". They left the stage at 20h50 and Mikko was in charge of the last notes.

The crowd started calling for an encore and the band didnt take long to come back. Also the first to come back, Mikko strikes the drums and introduces the major hit (for both Metallica and Apocalyptica) "Enter Sandman". Eicca comes on stage with a blue cello and the guys were now standing and calling for the audience even more effusively. To end this great set, the melody played was "Hall of the Moutain King" originally composed by Norwegian Edward Grieg. These finish guys really know how to do their job, whether is it a classic or a heavy metal piece. After another huge highlight with great communication and symbiosis between the artists and the spectators, they leave the stage around 21h, not before formally saying goodbye and bowing. The song "Epilogue" could be heard behind during these last moments.

A great night of concerts that ended a bit earlier than normal.

Links:

angelzoom.de
apocalyptica.com

 
Cradle Of Filth, Moonspell (01.03.2005, Hamburg)
Geschrieben von Joana Santos   
24.03.2005

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In this seriously cold day (it did not stop snowing all day long), finding shelter in the Docks had a double meaning: not only seeing these two bands but also preventing oneself from freezing. So the entrance that took place around 19h was anxiously awaited.

Foto: Torsten Volkmer
Foto: Torsten Volkmer
Around 20h Moonspell came on stage. I still thought The Haunted had already joined the tour and would be the opening act, but it wasnt so. The band started their set with the opening song from their last album ("The Antidote") "In And Above Men", followed by "From Lowering Skies", the classic "Alma Mater" that ended abruptly to give place to "Vampiria", both from their debut album "Wolfheart". Moonspell presented themselves in a simple form, only with a skull banner on the back of the small part of the stage they could use and few ornaments. Fernando Ribeiro was in is typical form, letting the music flow through is movements and words and calling for the crowd. The spectators gave the band some support, but many did not seem to know the material, even though many songs were from the bands first albums. The next tunes were "The Southern Death Style", "Opium", "Wolfshade (A Werewolf Masquerade)", "Mephisto" and with "Full Moon Madness" they ended their performance at 20h50. Though the audience had a good reaction, they were not under the moonspell.

Cradle of Filth would only come on stage at 21h27. In the mean while, the space had been prepared for them and, of course, the stage was much bigger than the part Moonspell had utilized. The drums were in a higher area and big screens were on the back, where during the concert images would be projected. Cradle do not have roadies for this tour, they have monks working for them! Lets say all the roadies were wearing monks costumes, some of them even having appropriate hair cuts!

Foto: Torsten Volkmer
Foto: Torsten Volkmer
As the band entered on stage, the crowd was already noisy. But Docks wasnt has full as one would think, considering it was a CoF concert. There was much space and a person could actually breathe there. After hearing a spoken introduction, welcoming the audience to Hell, "Satyriasis" gave place to "Gilded Cunt" and two devils came on stage: green devils, one male and one female. They could have been a bit more convincing. The next was "Nemesis", also from the newest "Nymphetamine" album, and here we could see James McIlroy doing some head banging with that beautiful hair of his. At the end of the song, Dani started calling for the crowd and took the chance to dedicate the next song, "The Black Goddess Rises" - from the 94s "The Principel of Evil Made Flesh -, to the beautiful girls/woman that had been in the signing session earlier that day. When Dani gave is sharp screams, the sound was always good, but when he sang with lower grunts/growls is voice was barely heard. The first highlight would could a bit later with "Her Ghost In The Fog" and the single version of "Nymphetamine" followed. The Overdose version would maybe be more appropriate to the show and, unfortunately, Sarah Jezebel Devas vocals on this song can in no way match the voice of Liv Kristine, though Sarah did a great job on the rest of the show. She could have been in the different position, for the people on the left side could hardly see her. During this song, the two guitarists of the band were soling at the same time, but still, the bands presence was scattered and it seemed there was no great chemistry on stage. It is true that they were not in their original formation, for the bass player Dave Pybus is not touring with the band at the moment, for personal reasons.

 At 22h18 the band left the stage for a moment and before they came back a huge puppet portraying Death appeared, with its red eyes, waving its dreadful hands on the air and then moving at the sound of the bands tunes. The "The Promise of Fever" and "Thirteen Autumns and a Widow" - this last one from the "Cruelty And The Beast" album- were interpreted and finally the band was looking a bit more enthusiastic. The light system, that had been not that good, was getting much better. Death came on stage once again, but this time without hood, showing a crest on its head. The band members had their back turn from the public and left once again at 22h42. The audience demanded an encore and "From Cradle To Enslave" was the song chosen. The video clip could be seen at the same time in the middle screen and a man and a woman came on stage, with some kind of chainsaws that were releasing sparks. Sarahs voice could have been a bit louder. At 22h50 Cradle of Filth left the stage and the audience didnt even asked for another encore.

The show was interesting, with the extras and all, but the songs were a bit too repetitive and sometimes Danis screams can be a bit painful. The price of the ticket was also a bit high, what might explain that the Docks wasnt full, and no pictures were allowed, except for the photographers, during the three first songs.

 
Links:

cradleoffilth.com
moonspell.com
docks.de (Club)

 
Kreator, Dark Tranquillity Ektomorf Hatesphere (01.03.2005, Hannover)
Geschrieben von Kim Bornemann   
24.03.2005

Vor kurzem war ich noch der Meinung beim Faust inzwischen alles gesehen zu haben. Beim 69 Eyes-Konzert vor knapp 2 Wochen war es proppenvoll und bereits vor Einlass standen Leute an. Sowas gabs noch nie... Doch war ich nicht auf das gefasst, was meine Augen erblickten, als ich am 1.März zum Kreator-Konzert wollte und durch die Toreinfahrt des Faust-Geländes trat. Eine lange Schlange bis hinter das Gebäude von Radio Flora. Menschen, die 100 Meter vom Eingang entfernt in der Kälte standen? Bin ich irgendwie in einer Parallelwelt gelandet? Gehorsam wie ich manchmal auch sein kann, reihte ich mich ein und im Stop-And-Go gings gen Halle. Allerdings hatte ich einige Male den Eindruck, ich säße irgendwo im Himalaya fest, da sich hinter mir 3 Kerle schon darüber einig wurden, wer wessen linken Oberschenkel essen durfte, falls man erfrieren oder fast verhungern sollte. An der dritten Birke vor dem Eingang versiegten dann auch noch die letzten Alk-Reserven und die Weicheier fingen endgültig an zu jammern. Wahre Männer halt. Doch vom Eingang kam einem inzwischen schon das ein oder andere traurige Gesichtchen entgegen... Ausverkauft? 700 Karten? Alle weg? Ich spürte deutlich die bösen Blicke auf meinem Rücken, als ich kurz darauf dem Herrn an der Tür "Gästeliste" entgegenhauchte...

Da ich eh ein wenig zu spät kam und dann im "Stau" steckte, verpasste ich den ersten Act des Abends Hatesphere völlig, abgesehen von dem Krach, der nach aussen drang. Den Kommentaren meiner langhaarigen Umstehenden nach, waren sie aber wohl ganz ok... muss wohl draussen an der Akkustik gelegen haben ;)

Ich kam jedenfalls pünktlich zum Bühnenumbau und Soundcheck in die Halle und erkämpfte mir mit Unterstützung meiner Ellenbogen einen Platz neben dem Mischpult. Von dort aus konnte ich zwar so gut wie gar nichts von der Bühne erkennen, aber abgebrochenes Etwas wie ich bin, wär das an jedem Punkt der Halle so gewesen und nach vorne wollte ich mich dann so ganz alleine doch nicht wagen... an Fotografieren war nicht zu denken.

Um 20:10 Uhr betraten Ektomorf die Bühne mit einem atmosphärischem Intro, das ein wenig morgenländischen Charme versprühte. Selbstverständlich nur bis zu dem Zeitpunkt, als die Herren aus Ungarn mit ihrer lautstarken Show loslegten. Die 4 hatten von Anfang an die Menge im Griff, selbst aus der Entfernung sah ich reichlich Haare fliegen und ich meine auch den ein oder anderen Stagediver erblickt zu haben. Was Ektomorf als solches betrifft...Geschmackssache. Thrash- / Tribal- Metal nennt man das, was sie fabrizierten, habe ich mir sagen lassen... aber das ist für mich Jacke wie Hose, da ich mit Kategorien im Allgemeinen wenig anfangen kann. Ich kannte sie bisher nicht und bin jetzt auch nicht plötzlich Fan, aber eigentlich waren sie trotzdem ganz ok. Ich konnte zwar nach wenigen Songs keinen wirklichen Unterschied mehr feststellen, dem geübteren Öhrchen und wirklichem Liebhaber dieser Musikrichtung wird es mit Sicherheit aber ein wenig anders gegangen sein, dem Jubel und Gegröhle nach zu urteilen. Unbekannt waren "Sänger" Zoltan und seine Truppe ebenfalls nicht, spielten sie doch bereits auf dem Wacken... Es wurde (mehr oder weniger) textsicher mitgegröhlt und die Aufforderung "Make some fucking noise" wurde ein ums andere Mal bedient. Eine Set-list habe ich leider nicht zu bieten, da ich die Band ja nicht kannte, aber der Titel des letzten Songs nach knapp 30 Minuten war herrlich einfach zu merken: "Fuck you all".

Eine kleine Verschnaufpause für meine Ohren, steigender Alkoholpegel um mich herum und 20 Minuten später kamen pünktlich um 21 Uhr die Schweden Dark Tranquillity an ihre Instrumente. Auf diese Band hatte ich mich sogar gefreut, weil mir ihr aktuelles Album "Character" doch ganz gut gefiel. Dark Tranquillity schaffen es, zwischen all dem Krach und Gegröhle, was mit Death- oder "was auch immer"-Metal einhergeht, eine deutlich erkennbare Melody (Keyboards sei dank) und doch trotz gluturaler Artikulation einen erkennbaren Gesang zustande zu bringen, was mir persönlich sehr wichtig ist. Sie hatten kaum angefangen zu spielen, da kochte bereits die Halle, dass man hätte meinen können, der Headliner steht bereits auf der Bühne. Das Publikum empfing sie euphorisch (denn auch sie waren bei Weitem nicht unbekannt) und setzte diese Atmosphäre auch weiter durch. Ob sie nun Stücke ihrer früheren Werke zum Besten gaben oder dem Publikum etwas von "Charakter" um die Ohren hauten, alles schlug ein wie ein Bombe und war die Halle vorher schon am Kochen, so dampfte sie während Dark Tranquillity auf der Bühne alles gaben. Sauna ist ein Dreck dagegen. Nach 50 Minuten war der Zauber leider zuende und nachdem sie sich mit einem "Hanover fucking rocks!" verabschiedeten, verliessen sie die Bühne und der Umbau für Kreator konnte beginnen.

Da ich nur wenige Songs kannte, aber leider nur vom Hören, nutze ich die Gelegenheit und bat den Herrn am Mischpult um die Set-List. Und musste feststellen, dass ich bei den ersten Konzert, wo ich wirklich eine Set-List gebraucht hätte, ausgerechnet an ein Genie geraten war der die Set-Lists aller 4 Bands im Kopf hatte. Es sei mir also verziehen, dass ich keine Liste liefern kann...

Nachdem ich 2 Mal blöd angelabert wurde und einmal um meine Haare beneidet wurde *g* ("Machst du da Dünger dran?") steigerte sich die Anspannung in der Menge noch einmal, als Kreator um 22:10 Uhr auf die Bühne traten. Erst ist die Band in Lila Dunst gehüllt, dann beginnt die Lichtshow und die etwas veränderte Deko kommt in Sicht. Ich konnte zwar nicht erkennen, was das Bild im Hintergrund darstellen sollte, aber es war herrlich surreal. Ich mag sowas. Was ich weniger mochte, war dann leider die Musik von Kreator... im Gegensatz zu so ziemlich jedem anderen in der Halle, schliesslich waren sie wohl nur wegen dieser Band angereist. Ob es Absicht war oder ein Fehler beim Soundcheck weiss ich nicht, aber die Akkustik schien mir irgendwie schlechter als bei Dark Tranquillity. Die Drums kamen recht dumpf, die Becken dagegen ziemlich laut und für meine Ohren störend, aber vielleicht lag es auch an der Musik selber, dass ich keinen großen Spass an der Sache hatte. Aber ich spiele gerne mal Opposition inmitten ihrer Anhänger, die allesamt doch sichtlich ihren Spass hatten. Kreator spielten nicht nur für, sondern auch gerne mal mit dem Publikum, liessen sie "singen", forderten sie auf aggressiver und härter zu werden, zu moshen bis es von den Wänden tropft und es wurde mit Freuden Folge geleistet. Vielleicht in einigen Fällen zu intusiastisch, die Bierdusche für das Mischpult und mich war sicher nicht geplant und auch die Herren Techniker schienen nicht glücklich. Hätte es einen Kurzschluss gegeben, dann hätte der Verursacher schonmal rennen können, denn es hatte nicht den Anschein, als wollte irgendwer (ausser mir) in absehbarer Zeit aus der Halle raus, so sehr war man in seinem Element.

Nach knapp 2 Stunden wurde es nach 3 Zugaben und dem Versprechen wieder öfter nach Hannover zu kommen jedoch Zeit zu gehen... nach 4 Stunden beinahe non-stop-Metal hatte ich auch genug und freute mich auf die Stille der Nacht... wie poetisch...

Links:

kreator-terrorzone.de
darktranquillity.com
ektomorf.com
hatesphere.com
faustev.de (Club)

 
Megaherz, Die! (04.03.2005, Hannover)
Geschrieben von Kim Bornemann   
24.03.2005

Gut, dass ich einer plötzlichen Eingebung nach beschlossen habe, nicht schon viel zu früh an der Halle zu sein. Nachdem ich die letzten beiden Konzerte, die ich im Faust sah, vor Menschenmassen erschrak und ich die Worte "Faust" und "ausverkauft" irgendwie in Einklang bringen musste, bot sich mir diesmal jedoch wieder der gewohnte Blick auf Lücken zwischen einzelnen Grüppchen an Konzertbesuchern. Um 21 Uhr sollte das Konzert losgehen.... es war kurz danach (besten Dank bei der Gelegenheit an den netten Üstrafahrer, der vor meiner Nase weggefahren ist) , als ich die 60er-Jahre-Halle betrat und die Show der Vorband Die! war bereits am Machen.

Ich hatte mir zuvor keine großen Gedanken um diese Band gemacht und war daher mehr als positiv überrascht. Auch wenn das Publikum zu Anfangs noch relativ (dem Wetter angepasst) unterkühlt wirkte, machten diese Jungs ordentlich dampf auf der Bühne. Die Musik gefiel mir ganz gut. Die Texte auf deutsch, überwiegend eingängige Refrains und ihre Instrumente beherrschten sie auch perfekt. Mit einem leisen Schrecken musste ich dann feststellen, dass ich die Band doch schon kannte. Bei dem ein oder anderen Song (z.B."Bis ans Ziel") hatte ich ein derart starkes Déjavu-Gefühl, dass ich später zu Hause tatsächlich in meinen Compilations wühlte und fündig wurde. Ok, ich geb zu: der Tipp von der Bühne, dieser oder jener Song sei möglicherweise bekannt, hat mich auf die richtige Fährte gebracht... Zu ziemlich jedem Liedchen, dass die 4 Herren zum Besten gaben, gab es eine kurze Ansage, eine Widmung für einen ehemaligen Backliner der verstarb, bei einem ruhigeren Song oder ein Lob an den Ersatztonmann, der seine Sache wirklich gut machte. Ebenso wie die Band, denn auch wenn die Halle nichtmal zur Hälfte gefüllt war, stimmungstechnisch kochte es. Um kurz nach halb 10 Uhr mussten Die! Dann aber die Bühne verlassen...unter Jubel und Zugaberufen versteht sich ;)

Der Umbau und Soundcheck vor Megaherz dauerte nun für mein Empfinden mit fast 30 Minuten ein wenig lange, aber als das Herzrhythmus-Intro ertönte, war die milde Frustration wieder verflogen. Auf die Bühne kam eine fünfköpfige Band, die gleich 2 Gitarristen dabei hatte und auch nicht viel Zeit verschwendete... innerhalb kürzester Zeit war dort oben die Hölle los.

Der Sänger fegte über die Bühne, der Drummer drosch wie ein Bekloppter und Bassist und Gitarristen waren am Bangen, als gäbe es kein Morgen mehr. Alleine das wär schon Show genug gewesen ;) Doch auch die Musik war nicht zu verachten. Sie haben schon eine gewisse Grundstruktur in ihren Songs. Viele Lieder beginnen wie eine Kindermelodie und auch Textteile sind teilweise schon an Märchen angelehnt. "Der Wind der Wind das himmlische Kind...", "Ach wie gut, dass niemand weiss..." oder "Spieglein Spieglein...." sind da natürlich die offensichtlichsten. Doch ruhig bleiben die wenigsten Stücke und mit Kinderliedern haben sie natürlich herzlich wenig gemein. Würde auch kleine Kinder ein wenig erschrecken, wenn der Sänger zwischendurch in sein zweites Mikro brüllte... welches mit einer Art Monsterbrüll-Effekt versehen war. Dieser Effekt brachte ein weiteres Element dazu, das zusammen mit abwechselndem Flüstern, Sprechen, Brüllen und tatsächlichem Gesang unglaublich geladene Songs fabrizierte.

Megaherz spielten eine ausgewogene Set-List, sowohl ältere Stücke wurden gespielt, als auch neue. Den Fans in der Menge gefielen sie alle und ich persönlich war auch mehr als positiv überrascht. Viel kannte ich von der Band ja nicht, um im Vorfeld schon einen Eindruck gehabt zu haben, doch meine wenigen Erwartungen wurden erfüllt und noch eins drauf gesetzt. Glücklich war ich spätestens, als mein persönliches Lieblingslied "Miststück" aus dem Boxen dröhnte... Das Ganze wär noch ein Tick besser gewesen, wenn die zwischenzeitlichen Soundprobleme nicht gewesen wären, aber darüber konnte man gerne hinwegsehen, die Show war jedenfalls klasse. Doch jeder schöne Abend muss einmal ein Ende haben. Nach ohnehin schon 3 Zugaben bekam das Publikum die Band ein letztes Mal auf die Bühne und als auch dieser Song verklang wurde es um exakt 23:22 Uhr dann endgültig Zeit zu gehen...

Links: 

megaherz.de 
faustev.de (Club)

 
Gregorian (23.02.2005, Dortmund)
Geschrieben von Sebastian Steinfort   
05.03.2005

Image 

Mein erstes Konzert für den lachenden Propheten (heutiges GOTH-ZINE) startete schon gleich richtig unrund. Als ich um kurz nach 18Uhr aus meinem Wohnzimmerfenster sah, war die Begeisterung schon groß. Von der Strasse war nicht mehr viel zu sehen. Knapp 10cm Schnee sorgten schonmal für einen geschmeidigen Start zur Westfalenhalle 3, wo die singenden Mönche von Gregorian ihr Tourneeauftaktkonzert geben würden.

Immerhin ist es dort nicht schwer einen Parkplatz zu bekommen, den ich zum Glück nicht zahlen mußte. Die Parkgebühr wäre bei den Kartenpreisen allerdings auch nicht weiter aufgefallen. Die besten Plätze kosteten 47 EUR. Diese Preise an der Abendkasse warfen mich schon vom Hocker, genauso wie die Tatsache: "Nein, hier liegt kein Fotopass für dich." Nach einigem Hinundher, hatte sich das dann glücklicherweise auch geklärt und es ging zumindest schonmal wieder ins Warme. Dort wunderte ich mich dann erstmal über die Zusammensetzung des Publikums. Es war wirklich ein Querschnitt durch alle Bevölkerungsschichten, von Gothic bis Rechtsanwalt, von 10 bis 70 Jahren, vom Sauerland bis Köln. Ich hörte sogar einen Belgier aus den Besuchern raus. Die "keuschen" Jungs scheinen wirklich eine breitgestreute Fanbasis zu haben.

Foto: Sebastian Steinfort
Foto: Sebastian Steinfort
Wo ich vorhin schon von Plätzen sprach, ja, es war bestuhlt. Dann gab es noch Gongtöne, die das Publikum aufforderten doch langsam die Halle zu betreten und ihre Plätze einzunehmen. Nun fühlte ich mich wirklich langsam wie im Theater, aber vielleicht bin ich auch einfach zu selten auf Pur-, Matthias Reim- oder Schürzenjägerkonzerten, um eine solche Situation gewohnt zu sein.

Um kurz nach 20Uhr begann dann die Aufführung, äh, das Konzert. Wie ich es nicht anders erwartet hatte, war es eine sehr dunkle Angelegenheit. Was mir das Fotografieren nicht erleichterte. Da es auch keinen Fotograben gab, traute ich mich erlich gesagt nicht wirklich direkt vor die Bühne, weil auch kein "Kollege" dort war, der diesen Weg schon hätte gehen können.

Da ich hier nicht auf einzelne Lieder eingehen will, halte ich mich mal an den Gesamteindruck. Die in samtenen Roben auftretenden Mönche, wurden musikalisch von auf Gothic getrimmten Musikern begleitet, die für die Beats und Rhytmen sorgten. Da ich aus der Tageszeitung erfahren habe, dass der Trommler auch bei den Fantastischen Vier spielt, denke ich, dass das Styling eher zur Show gehörte, um eine Trennung zwischen dem "himmlischen" Gesang und dem "bösen" Gitarrenriffs und Drums zu bilden. Die ganze Athmosphäre wurde durch eine passende Beleuchtung unterstützt sowie Animationen, die auf eine große, kirchenfenstergeformte Leinwand geworfen wurden. Der Pianist ging wirklich heftigst ab beim Spielen, was aber auch gut als Kontrast zu den sehr statischen Gregorianern wirkte. Die Sängerin spielte während ihrer Parts, die "christlich typische" Frauenrolle der Verführerin, die versuchte, die keuschen Mönche von ihrem Weg abzubringen. Leider konnte mich ihre Stimme nicht überzeugen, auf mich wirkte ihr Gesang zu dünn und nicht so kräftig wie auf den CDs. Das mag nun daran liegen, dass es live war oder nicht die gleiche Sängerin, wobei ich das nicht weiß.

Um noch eine ungewohnte Sache zu erwähnen. Es gab nach knapp 40 Minuten eine Pause! Wäre schon komisch, wenn das normal wäre auf Konzerten und eine Hardcore-Band mitten in der Show von der Bühne geht, ein Gong ertönt und eine Durchsage darauf hinweißt, dass es in 20 Minuten weitergeht. Sicherlich ein Zugeständnis an das teils ältere Publikum, da ich mir nicht vorstellen kann, dass die Musiker schon so verausgabt waren. (aber ich bin kein Musiker, daher nur eine Vermutung)

Der Sound war für meine Ohren wirklich gut, durchweg eine angenehme Lautstärke. Es wurde kein Wert auf Lautstärke sondern auf einen klaren Klang gelegt. Im Gegensatz zu mir war das anwesenden Publikum wirklich begeistert. Diese Begeisterung nahm während des Auftritts stetig. Einige wären bei den letzten Liedern auch schon fast aufgestanden, um "mitzugehen". Mit Stücken wie "Where The Wild Roses Grow", "Stairway to Heaven", "More", "Voyage, Voyage" und "Nothing Else Matters" hatten sie sich am Ende der Show under der Zugabe die standing ovations redlich verdient, immerhin stand das Publikum nicht sowieso schon, wie auf anderen Konzerten :)

Trotz meiner vielleicht kritischen Worten, hat es Spaß gemacht zuzusehen und zuzuhören.

Links:

gregorian.de

 
Nightwish, Tristania (22.02.2005, Trier)
Geschrieben von Paul-Eduard Rück   
02.03.2005
Die Arena zu finden war nicht schwer - erstens ist sie gut ausgeschildert und zweitens wohne ich schließlich in Trier. So kam es, dass wir gut eine Stunde vor Einlass da waren und nicht wussten was zu machen sei: Draußen rumstehen fiel wegen Kälte aus und eine Schneeballschlacht kam auch nicht in Frage, weil der gemeldete hohe Schnee der vergangenen Tage auf bröslige Eisstückchen verkümmert war. So beschlossen wir erst mal in den gerade mal 50 Meter entfernten Lidl ein wenig Proviant für nachher einzukaufen - Zwar besitzt die Arena ein großes hauseigenes Bistro, aber unser Geldbeutel sprach sich doch eher für den Lidl aus ;-)

Dann um 19 Uhr: ENDLICH, die Massen werden eingelassen: Nette Securitys reißen die Karten ab und wir sind endlich drin in der Vorhalle. An mehreren Getränkeständen vorbei sprinte ich zur Garderobe, komme wegen meines Einsatzes auch gleich an die Reihe und bin froh dass ich nur 1 Euro hinblättern muss... Die Treppen runter ist in der Halle die Bühne natürlich schon längst aufgebaut und die ersten Leute sammeln sich davor. Wir wollen eh nicht ganz nach vorne, also lassen wir uns Zeit und stellen uns leicht in die Mitte der Halle...

Um kurz nach 20 Uhr kommen dann schließlich TRISTANIA auf die Bühne und legen gleich brachial los. Die Zuschauer sind begeistert, klatschen und jubeln - noch! Nach ungefähr 3 Songs kann man beobachten, dass immer weniger Menschen mitmachen und dass lediglich in den ersten Reihen noch Hände zu sehen sind. Erst als sie “World Of Glass” anspielen belebt das die Stimmung ein wenig, aber zum kochen kann diese nicht gebracht werden - man merkt einfach zu deutlich wozu die Leute eigentlich hier sind. Und so schleppt sich Tristanias auftritt dahin, so gemein das auch klingt. Als sie nach ca. 50 Minuten fertig sind jubelt die Mehrheit der Zuschauer zwar respektvoll, aber ich frage mich, ob dies nicht auch Freudejubel ist, weil sie endlich fertig sind...

Es sollte nun noch ca eine halbe Stunde dauern bis NIGHTWISH sich mit einem instrumentalen Intro ankündigen. Das Tristania-Plakat fällt herunter und das “Once”-Logo kommt unter düsterer Beleuchtung zum Vorschein. Die Menge jubelt wie verrückt und als die Bühne erleuchtet wird legt die Band auch gleich los. Unter Begleitung von empor schießenden Feuersäulen und Explosionen ist die Stimmung sofort auf dem Siedepunkt angekommen. Gleich danach geht es ohne Pause mit “Planet Hell” weiter und die Menge hört nicht mehr auf zu toben. Die Band gibt alles, Tarja bewegt sich schön mit der Musik mit und auch allgemein ist ihr Outfit schön anzusehen: Eine schwarze Lederhose, eine schwarze Corsage und darüber einen leichten roten Mantel - sexy... ;-)

Nach den 2 Songs begrüßt Tarja das Publikum, macht aber sofort weiter und kündigt genussvoll “Come Cover Me” an. Diese Ballade war eine von 3, die an diesem Abend gespielt wurden. Zwar kamen sie natürlich alle gut an, aber das Publikum war heiß und eher auf Energischeres versessen. So wurde uns dann schließlich mit “Wishmaster” endgültig ordentlich angeheizt! Nichtsdestotrotz wurde z.B. “Sleeping Sun” zum Anlass genommen mit seinem Partner ein wenig die Welt um sich herum vergessen zu lassen... ;-) Nach etwa einer halben Stunde verlässt dann Tarja die Bühne und Marco beginnt einen kleinen Dialog mit dem Publikum, der darauf hinaus läuft, dass die Jungs jetzt einen Song allein ohne Tarja spielen werden: “...You know, she sings almost every fucking song we play...” Und so beweist Marco mit einem Pink Floyd Cover, dass er ein verdammt guter Metal-Sänger ist, obwohl das Publikum (verständlicherweise) nicht so begeistert ist wie sonst - Es ist eben kein Nightwish-Song.

Dannach betritt Tarja wieder unter nicht endend wollendem Applaus wieder die Bühne und ich sehe, sie hat sich umgezogen: Der Mantel ist weg und die Corsage ist einer schwarzen eng ausgeschnittenen Bluse gewichen! Nach einer weiteren kleinen Begrüßung gehen Musik und Special-Effects weiter: Feuer über Feuer und Explosionen im Takt des Schlagzeugs machen die Trier-Arena immer mehr zu einem Hexenkessel. Als ein Höhepunkt des Abends stellt sich “Phantom Of The Opera” heraus: Das Publikum ist nicht mehr zu halten, überall singen und schreien und klatschen die Leute wie verrückt. Es schien auch keinen zu interessieren, als Tarja sich bei dem Song etwas im Ton vergriff, dafür war die Stimmung zu gut! Auch als “Nemo” als letztes Lied des Abends angekündigt wird, scheint das keinen zu interessieren. Gegen Ende des Songs sorgte dann ein netter Effekt für noch mehr Begeisterung: Vor der Bühne fängt es plötzlich an zu regnen - eine Wand aus rieselndem Wasser legt sich wie ein nasser Vorhang zwischen Band und Zuschauer und Scheinwerfer projizieren Sterne darauf, die in dieser Wand aus Wasser aussehen als würden sie 3Dimensional umherschwimmen. Als der Song fertig ist, will der Jubel nicht abklingen; die Bühne wird dunkel, aber das Wasser rieselt weiter und wird in einem düsteren grünen Licht getaucht... Dass das Publikum “Zugabe” ruft brauch ich wohl nicht zu erwähnen und so geben Nightwish noch weitere 3 Songs zum Besten, wobei plötzlich die Halle mit Konfetti überschüttet wird - minutenlang regnet es bunte Papierstückchen, als dann das tatsächlich letzte Lied angestimmt wird: “Wish I Had An Angel”! Einen besseren Schluss hätte man sich nicht wünschen können - ein letztes mal gibt die Band alles und die Euphorie des Publikums scheint noch größer zu werden...

Und dann war es leider vorbei - insgesamt spielten Nightwish etwas zwischen 90 und 100 Minuten. Zwar fand das nicht nur ich ein wenig kurz, aber trotzdem empfand ich die Show als wahres Highlight! Traumhaft!

Links:
nightwish.com
tristania.com
poppconcerts.de (Veranstalter)
 
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